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Spaniel Groep Oost
Prüfung vom 27. August 2011 in Laren, Holland
A: Appél (Gehorsamsübung)
Teil 1:
Fuss gehen in der Form einer 8 um zwei Stühle in normalem Tempo. Anfänger mit Leine. Hat Fellow problemlos gemeistert.
Teil 2:
Hund wird hinter einem Busch hingesetzt und bekommt den Befehl zum Warten. Der Hundeführer und der Richter gehen zusammen weg. Der Hund kann nicht sehen wohin. Etwa 10 m entfernt befindet sich ein kleines Wäldchen. Darin steht ein Jäger. Nach dem Weggehen wird geschossen und ein Dummy fällt gut sichtbar für den Hund. Nach ca. 30 m bleibt der HF auf Anordnung vom Richter stehen und pfeift (ruft) den Hund zu sich. Dieser soll auf direktem Weg und ohne das Dummy zu bringen zum HF laufen.
Teil 3:
Nachdem der Hund in der Fussposition ist, umdrehen und Sicht auf eine Lichtung einnehmen. Ein Schuss fällt und ein Dummy fliegt. Dieses soll der Hund apportieren.
Alle Teile wurden von Fellow problemlos gelöst. Dummerweise hat er das Dummy kurz vor mir fallen lassen, hat es aber auf Kommando sofort wieder aufgenommen und sich vorgesetzt.
B: Voorjagen in lichte dekking (Buschieren in Wald mit nicht sehr dichtem Bewuchs)
Das war für uns der schwierigste Teil.
Erstens habe ich noch nie gesehen, wie buschieren wirklich geht und zweitens habe ich diese Übung ganz am Schluss gemacht und Fellow war schon müde. (Man durfte die Reihenfolge der Aufgaben selber wählen).
Ganz zu Beginn haben wir uns sehr beliebt gemacht. Auf einem Bänklein lag die Munition offen und Fellow ist mit einem Hüpf zielsicher mit der rechten Vorderpfote in der Dose gelandet. Der Richter und ich haben dann erst mal eine Weile kleine Munitionskügelchen zusammen gesucht in einer Wiese mit hohem Gras…………..
Dann endlich ging es los.
Wir liefen ein gedachtes Quadrat im Wald ab. Vom Hund wird verlangt, dass er ganz nach Spanielart nahe beim Führer bleibt und die Gebüsche intensiv absucht. Bald fiel ein Schuss. Auf diesen muss sich der Hund sofort setzen (man darf mit der Pfeife nachhelfen). Auf Befehl wird weitergesucht. Es wurde nichts apportiert.
Fellow war bei dieser Übung nicht steady = er hat sich nicht sofort hingesetzt. Er hat zu wenig zielstrebig gesucht. Diese Aufgabe haben wir am schlechtesten gelöst.
…..Am Schluss der Aufgabe meinte der Richter zu mir, dass er mir die Punktzahl noch nicht sagen könne. Er kenne die Rasse IWS leider nicht sehr gut und wisse nicht, wie die arbeiten. Er wolle sich bei einem Kollegen erkundigen, der die Rasse besser kennt. Genau das gleiche hat er einem Mann gesagt, der mit einem friesischen Wetterhoun (sehr seltene Rasse) gestartet ist. Also, die rassetypische Arbeit war sehr wichtig bei dieser Prüfung.
C: Verloren Apport (heisst auf Deutsch gleich)
Ein längeres Waldstück. Irgendwo in ca. 30 m Entfernung ist ein Dummy. Der Hund hat es nicht gesehen. Er wird zum Suchen geschickt. War für Fellow eigentlich kein Problem. Kommentar vom Richter: „Du arbeitest mit deinem Spaniel, wie wenn es ein Retriever wäre. Er sollte mit tiefer Nase suchen und viel zielstrebiger sein. Bei Spanieln sollte die Suche und nicht das Apportieren im Vordergrund stehen“.
Aber Fellow hat es sehr gut gelöst und bekam fast die volle Punktzahl.
D: Voorjagen in zware dekking (Buschieren in dichtem Unterholz)
Dies war meine erste Aufgabe und auch die, wovor ich am meisten „Angst“ hatte. Fellow im dichten Unterholz…das braucht keine Worte…
Los ging es. Der Richter hat mich aufgemuntert, Fellow einfach zur Suche loszuschicken. Eine Weile hat er zugeschaut und dann hat er auf Unterholz oder Gebüsche gezeigt, wo ich Fellow hinschicken soll.Fellow hat jede Richtungsangabe sofort ausgeführt. Beim Schuss war er absolut steady und hat sich sofort auf mein Zeichen hingesetzt.
Nach ca. 7 Minuten meinte der Richter, ich solle zu ihm kommen. Die anderen Spaniel (alles ESS, ECS oder WSP) mussten viel länger suchen. Die Dornen und das Gestrüpp weiterhinten wäre enorm, wurde mit schon zuvor gesagt. Kommentar vom Richter (ich habe es mir zusätzlich noch übersetzen lassen, da ich dachte, dass ich es falsch verstanden habe):
„Ich bin seit 15 Jahren Richter und habe schon manchen IWS gerichtet. Deiner war bis jetzt der Beste. Sehr grosse Führigkeit, sehr schnell, absolut steady. Einzig ein wenig tiefer ins angewiesene Buschwerk dürfte er noch gehen.“ Auf meine Frage, wieso die anderen viel länger suchen und arbeiten müssen in dieser Disziplin meinte er, dass ein IWS nicht für diese Art von Suche gezüchtet wurde. Er hätte auch keine Heckenschere dabei, um Fellow aus dem Gebüsch zu schneiden.
Wichtig waren dem Richter: immer Kontakt mit dem Hund…
Die Richter achteten sehr darauf, ob die Anlagen rassetypisch waren. Das gehörte auch zu einer guten Punktzahl. Die Rangliste gab es dann auch nach Rasse getrennt und darum war Fellow der beste IWS und bekam einen PokalJ.
E: Waterwerk (Wasserarbeit)
In Holland ist es so, dass die verschiedenen Aufgaben in der Region verteilt sind (zu Fuss erreichbar). Trifft man bei einem neuen Posten ein, fragt man, wer der Letzte ist. Diese Person merkt man sich dann und weiss, dass man nach dieser an die Reihe kommt. Bei der Wasserarbeit waren nicht viele Leute, aber sie haben mir gesagt, dass die Wartezeiten sehr gross sind. Warum wurde mir beim Zuschauen klar.
Am Seeufer hatte es einen „Vorhang“ aus einer Art Netz-Camouflage. Hund und Führer standen dahinter. Unten gab es ein Loch, so dass der Hund sehen konnte, was auf dem See passiert. Also, ein Cocker konnte das sehen, das Loch war eher knapp bemessen. Darum habe ich Fellow ins Platz beordert. Es fiel ein Schuss ca. 3 m hinter uns. Ja, der Schütze stand direkt hinter uns und es gab einen Knall, der mir fast die Hosen ausgezogen hat. Auf jeden Fall hat sich Fellow erschrocken und nicht gesehen, dass ein Dummy gefallen ist.
„Lustigerweise“ fiel das Dummy immer in die Mitte einer Gruppe künstlicher Enten, die zu schwer zum Apportieren waren. Viele Hunde haben sich nicht getraut, an diesem „Federvieh“ vorbei zu schwimmen. Ich konnte Fellow mit einem „Voran“ ins Wasser senden und plötzlich habe ich gesehen, wie er verzweifelt versucht, etwas aus dem Wasser zu ziehen. Er ging mehrmals unter bei seinen Versuchen. Als er es endlich aufgegeben hat, konnte ich ihn mit einem Back zum Dummy schicken. (Nachher wurde mir gesagt, dass das eine der künstlichen Enten war, von der man aber nur den Hinterteil gesehen hat, da sie am tauchen war). Er hat das Dummy sofort aufgenommen und sauber apportiert. Während er auf dem Rückweg war, hat es wieder geschossen, es ist aber nichts gefallen. Am Ufer hatte es grosse Weiden. Die Äste von den Bäumen hingen bis auf die Wasseroberfläche. Unter diesen Ästen musste der Hund dann ein Dummy suchen. Schwimmend. Das war für Fellow kein Problem. Erstaunt war ich aber, als ich das Dummy gesehen habe. Es war keines der üblichen, sondern so ein Billigprodukt aus leichten Schaumstoff, wo noch H2O darauf steht. Die Dinger kosten nicht mal 10 CHF im Qualipet.
Fellow war einer der ca. 10 Hunde (von 34) die diese Aufgabe korrekt lösen konnten.
Die Wartezeiten waren so lange, weil die Richter jedem Team sehr viel Zeit zur Verfügung gestellt hat, damit der Hund doch noch zum Erfolg kommt (auch wenn es nicht mehr als bestanden gilt). Keiner der Teilnehmer fand das seltsam und niemand hat sich darüber beschwert. Alle haben ruhig gewartet.
Für mich sehr schwierig:
Schuss so nahe, sehr laute Schüsse.
Alle Suchen. Fellow war zu unselbständig, keine grosse Suchfreude und Suchausdauer
Artikel in der Zeitschrift "der gefiederte Freund"
Ich hatte die Gelegenheit bei L. Ingold an einem Papageienworkshop teilzunehmen und darüber einen Artikel für die Fachzeitschrift "der gefiederte Freund" zu schreiben. Das Training mit den Vögeln hat mir wieder deutlich vor Augen geführt, wie universell das Clickertraining ist. Mit einer Methode kann man jedes Tier und auch Menschen trainieren und das mit viel Spass und Freude.
Wer mehr über das Training von Papageien und meinen Artikel lernen möchte, dem empfehle ich die folgende Homepage:
www.papageienworkshop.ch
